Aufladefeuerlöscher | Prüfung und Instandhaltung

Bei Aufladefeuerlöscher wird der Druck im Feuerlöscherbehälter unmittelbar vor dem Gebrauch durch Öffnen einer innen liegenden Patrone oder außen anliegenden Flasche erzeugt. Löschmittel: Pulver, Wasser,Schaum Treibmittel: meist CO2 aber auch N2.

Instandhaltung/Wartung von Auflade-Feuerlöscher nach DIN 14.406/4

Allgemeinen Zustand, Sauberkeit und Beschriftung des Feuerlöschers kontrollieren. Schlauch demontieren, Behälter öffnen und Armatur abschrauben

Löschmittelbehälter vollständig entleeren. Feuerlöschmittel kontrollieren (Identität, Beschaffenheit, Weiterverwendbarkeit, Menge usw.) erforderlichenfalls erneuern.

Löschmittelbehälter innen und außen auf sicherheitsrelevante Beschädigungen u. Mängel (Beulen und Dellen, Korrosion, Gewindeschäden usw.) überprüfen. Armatur reinigen u. demontieren, anschließend untersuchen (Gewindeschäden, Risse, Druckentlastungseinrichtungen usw.).

Schlauch und ggf. Löschpistole kontrollieren. Kanäle u. Leitungen für Feuerlösch- u. Treibmittel auf freien Durchgang prüfen. Betätigungseinrichtung u. Sicherheitsventil – wenn vorhanden – auf Funktionstüchtigkeit kontrollieren.

C02-Treibgaspatrone auf Beschädigung kontrollieren, wiegen, bei Unter- bzw. Überfüllung austauschen. Armatur montieren (Dichtringe erneuern), Sicherung plombieren und Treibgaspatrone anschrauben.

Funktionsbereitschaft des Feuerlöschers wiederherstellen. Hierzu Feuerlöschmittel einfüllen, Armatur einsetzen, Feuerlöscher verschließen und sichern, Schlauch montieren. Instandhaltungsnachweis anbringen. Feuerlöscherhalterung kontrollieren

Allgemeines: Feuerlöscherhalterung Die Feuerlöscherhalterung ist, falls sie bei der Prüfung zugänglich ist, auf Beschädi-gungen und die Befestigung zu überprüfen. lnstandhaltungsnachweis Der Instandhaltungsnachweis ist neben oder unter der Beschriftung des Feuerlöschers nach DIN EN 3 anzubringen. Der lnstandhaltungsnachweis ist hinsichtlich der Abmessungen nach DIN 14406 Teil 4 aus zuführen. Als Aufschrift sind folgende Angaben notwendig und zulässig: Name und Anschrift des Sachkundigen und/oder der ihn autorisierenden Stelle (z.B. Arbeitgeber). Wird die autorisierende Stelle genannt, muß zusätzlich der Name des Sachkundigen oder seine Prüfernummer im unteren Feld angegeben sein (sofern Rechtsvorschriften nichts anderes vorschreiben). Datum der Prüfung Datum der Behälterinnenprüfung. In Verbindung damit ist im Innern eines Feuerlöschers mit dauerhafter Schrift anzugeben, wann und von wem der Behälter geöffnet wurde. Der Termin der nächsten Prüfung darf zusätzlich angegeben werden. Sofern  Rechtsverordnungen nicht ausdrücklich die Angabe des Tages verlangen, sind die Angabe von Monat und Jahr als Zeitangaben ausreichend. Die Verwendung von Plaketten ist zulässig. Nur wenn alle aufgezeigten Prüfungen und Maßnahmen des Instandhaltungsvorganges gewissenhaft ausgeführt worden sind, ist davon auszugehen, daß die Funktionsbereitschaft des Feuerlöschers sichergestellt ist.   Bei ordnungsgemäßem Prüf- und Fülldienst sind folgende Punkte gewissenhaft durchzuführen: Prüfung

  • Allgemeiner Zustand, Sauberkeit
  • Lesbarkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit der Beschriftung
  • Armaturen, Schläuche und Sicherungen
  • Fälligkeit von Prüffristen nach der Druckbehälterverordnung Behälter der Dauerdrucklöscher und Gaslöscher und deren druckbeaufschlagte Ausrüstungsteile müssen nach der Druckbehälterverordnung der wiederkehrenden Prüfung durch Sachverständige (TÜV) unterzogen werden.
  • Schutzanstrich, Korrosionserscheinungen
  • Kunststoff-Formteile auf Beschädigungen, Brüche, Verformungen, Risse, Verfärbungen
  • Auslöse- und Unterbrechungseinrichtungen
  • Gewicht oder Volumen des Löschmittels
  • Gewindeanschlüsse hinsichtlich mechanischer Beschädigungen und Gängigkeit
  • Weitere Verwendbarkeit oder Wiederverwendbarkeit des Löschmittels und Beschaffenheit des Innenraums des Löschmittelbehälters durch Sichtprüfung (entfällt bei Kohlensäure). Auch wenn dies bei Dauerdrucklöschern mit dem Löschmittel Pulver zweifelsfrei – in Eigenverantwortung des Sachkundigen – ohne Öffnen des Löschmittelbehälters beurteilt werden kann, muß der Löschmittelbehälter in einem Zeitabstand geöffnet werden, der nicht länger als 4 Jahre sein darf; dabei ist Abschnitt 4.2.3 DIN 14 406 beachten.
  • Sicherheitseinrichtungen hinsichtlich Beschädigungen und Korrosionserscheinungen
  • Dichtstellen und Dichtungen
  • Kanäle und Leitungen, durch die Löschmittel und/oder Treibmittel transportiert werden, hinsichtlich Beschädigungen, Korrosionserscheinungen und freien Durchgang
  • Angaben im Innenraum des Behälters dauerhaft anbringen, wann und von wem der Behälter geöffnet wurde.
  • Bei Aufladelöschern Druck oder Gewicht des Treibgases
  • Funktionsbereitschaft des Löschers wieder herstellen, soweit erforderlich durch Instandsetzung, Dauerdrucklöscher auch hinsichtlich Dichtheit prüfen.
  • Beschriftung nach Abschluß der Instandhaltung (siehe Abschnitt 4 DIN 14 406) und/oder dem Füllen (siehe Abschnitt 5 DIN 14 406) anbringen.
  • Löscherhalterung – sofern bei Prüfung zugänglich – hinsichtlich Beschädigung und der Befestigung prüfen.

Instandsetzung Bei der Prüfung festgestellte Mängel müssen beseitigt und defekte Bauteile ausgetauscht werden. Diese Arbeiten sollten je nach Vorgabe nur mit Einverständnis des Auftraggebers ausgeführt werden. Füllen Das Füllen entspricht im Prinzip dem Prüfen/Instandsetzen. Es werden aber zusätzlich neues Lösch- und Treibmittel benötigt. Bei älteren Löschern nach DIN14406 dürfen nur Typ-zugelassene Lösch- und Treibmittel verwendet werden. Bei neueren Feuerlöschern nach EN3 dürfen nur die auf dem Löscher angegebenen original Lösch- und Treibmittel verwendet werden! Die Angaben der Prüf- und Füllanleitung / Vorschrift des Geräteherstellers ist unbedingt zu beachten. Erst wenn alle Punkte durchgeführt wurden, haben Sie einen vorschriftsmäßigen Kundendienst erhalten!

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